Luxemburg muss sich frisches Geld an den Märkten leihen. Wie das Finanzministerium am Montag mitteilte, wurde eine neue Staatsanleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Das Ziel dieser Operation sei demnach, den „Liquiditätspuffer“ der Staatsfinanzen zu verstärken.
Die Emission sei auf eine hohe Investorennachfrage gestoßen, heißt es weiter vom Finanzministerium. Das Auftragsbuch sei innerhalb weniger Stunden überzeichnet worden, was das Schatzamt („Trésorerie de l’État“) auf die weiterhin bestehende Triple-A-Bewertung des Landes durch die sogenannten Ratingagenturen zurückführt. Die Platzierung erfolgte auf eine Laufzeit von zehn Jahren und mit einem Zinssatz von 3,125 Prozent. Damit liegt die Luxemburger Staatsanleihe unter dem aktuellen EU-Durchschnittssatz von rund 3,4 Prozent, aber leicht über jenem der Eurozone (3,1 Prozent).
Durch die Staatsanleihe in Höhe von 2,5 Milliarden steigt die Verschuldung des Luxemburger Staates weiter an. Nach Verrechnung der neuen Anleihe soll der Gesamtschuldenstand sich auf 26,6 Milliarden Euro belaufen. Dies entspreche laut der Pressemitteilung des Ministeriums einer Schuldenquote von 28,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit nähert sich Luxemburg der in den vergangenen Jahren selbst gesetzten Obergrenze von 30 Prozent an, bleibt jedoch unter der EU-weit geltenden maximalen Schuldenquote – einem der sogenannten Maastricht-Kriterien – von 60 Prozent des BIP.
Die zusätzliche Verschuldung verstärkt den finanziellen Druck, der ohnehin auf dem Staatshaushalt lastet …
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