Die Luxemburger Armee soll in den kommenden Jahren deutlich wachsen, um den steigenden Herausforderungen gerecht zu werden. Rund 600 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten werden benötigt, um die Streitkräfte um mehr als die Hälfte zu vergrößern. Finanzielle Anreize sollen bei der Rekrutierung helfen. Das Parlament hat deshalb jetzt zwei Gesetze verabschiedet, durch die die Soldaten künftig mehr Geld erhalten. Zudem wurde jetzt bekannt, wer künftig an der Spitze der Luxemburger Armee stehen wird.

Neuer „Chef d’état-major“ wird demnach „Lieutenant-colonel“ Claude Robinet. Diese Nominierung beschloss der Ministerrat am Freitag auf Vorschlag von Verteidigungsministerin Yuriko Backes (DP). Der neue Armeechef wird seinen Posten am 1. Oktober dieses Jahres antreten, wenn der aktuelle Amtsinhaber, General Steve Thull, in Rente geht. Derzeit ist Claude Robinet Chef der Abteilung „Transformation“ bei der Luxemburger Armee und der nationale Vertreter gegenüber den belgischen Verteidigungsbehörden.

Claude Robinet absolvierte seine Ausbildung an der „Ecole royale militaire“ in Brüssel, der „Ecole d’état-major“ in Compiègne und der „National Defense University“ in Washington. Dort erwarb der heute 50-Jährige einen „Master of Science“ in „National Resource Strategy“. 2020 war er Teil der NATO-Mission der KFOR-Truppe im Kosovo und 2005 sowie von 2011 bis 2012 Teil der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe ISAF der NATO in Afghanistan.

Die Armee war diese Woche denn auch Thema im Parlament …