Mitte Oktober 2025 fragte die Gemeinde Leudelingen ihre Bürgerinnen und Bürger, ob auf allen Hauptstraßen Tempo 30 eingeführt werden soll. 54,8 Prozent waren dagegen und das Thema damit vom Tisch. Was aber in Erinnerung blieb, war die geringe Wahlbeteiligung. Nur 63,65 Prozent der wahlberechtigten Personen gaben damals ihre Stimme ab. Es war die bei Weitem niedrigste Wahlbeteiligung, die je bei einem kommunalen Referendum beobachtet wurde.
Diese Information ist der gemeinsamen Antwort von Premier Luc Frieden (CSV), Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) und Innenminister Léon Gloden (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage von Charles Weiler (CSV) zu entnehmen. Die Minister ließen dafür eine detaillierte Auflistung aller kommunalen Referenden seit dem Jahr 2000 zusammenstellen. Zur Erinnerung: In Luxemburg besteht Wahlpflicht, auch für Referenden. Sanktioniert oder strafrechtlich verfolgt wurde aber in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren niemand, wie nochmals aus der Antwort der Minister hervorgeht.
Die erstellte Liste umfasst 24 Referenden, die in insgesamt 44 Ortschaften abgehalten wurden. Dabei lag die Wahlbeteiligung nur in zwei Fällen bei 100 Prozent. Zu einen beim Referendum im Jahr 2008 in Heinerscheid über die Fusion mit Clerf und Munshausen zur heutigen Gemeinde Clerf, als alle 653 Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Zum anderen bei der Bürgerbefragung im Jahr 2009 in Esch/Sauer über den Zusammenschluss mit Heiderscheid und Neunhausen zur Fusionsgemeinde Esch/Sauer, als sämtliche 149 Stimmberechtigten sich an der Wahl beteiligten …
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