Um die Luxemburger Außenpolitik besser an die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen anzupassen, will die Regierung das diplomatische Netzwerk ausbauen und neu ausrichten. Sieben neue Auslandsvertretungen sind geplant. Drei bestehende werden geschlossen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des Finanzplatzes. Künftig sollen deshalb Experten des Finanzministeriums in Vertretungen entsandt werden.

Bereits bei ihrem Antritt Ende 2023 hatte die CSV-DP-Koalition den Außenhandel, für den zuvor das Wirtschaftsministerium zuständig war, dem Außenministerium unterstellt. Die Büros „Luxembourg Trade and Investment“ sind seither fester Bestandteil des diplomatischen Netzes und sollen gezielt Investitionen anziehen sowie Unternehmen beim internationalen Wachstum unterstützen. Und der Fokus soll dabei künftig eben noch mehr auf dem Finanzplatz liegen.

In bestimmten Auslandsvertretungen, etwa an Orten mit wichtigen Finanzplätzen, sollen deshalb neben Diplomaten auch Experten aus dem Finanzministerium arbeiten, um die Handelsbeziehungen zu stärken. Dies hatte Außenminister Xavier Bettel (DP) bereits in seiner letzten Erklärung zur Außenpolitik im Parlament angekündigt. Am Mittwoch gaben er und Finanzminister Gilles Roth (CSV) jetzt weitere Details bekannt.

Aufgabe der Mitarbeiter des Finanzministeriums soll demnach sein, Marktchancen zu identifizieren, den Dialog mit lokalen Finanzbehörden zu pflegen und die Stärken des Finanzzentrums Luxemburg international zu positionieren …