Es ist ein langjähriges Anliegen der Ärzteschaft, jetzt hat Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) ihren Gesetzvorentwurf dazu vorgelegt. Die Rede ist von der Möglichkeit, dass medizinische Berufe sich in Gesellschaften zusammentun. Die Regierung entspricht damit auch den Forderungen der „Association des médecins et médecins-dentistes“ (AMMD) – aber nicht allen.

Der Entwurf, der laut einer Pressemitteilung am Dienstag im Ministerrat angenommen wurde, sieht vor, dass Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Tierärzte in der Tat künftig ihre Tätigkeit  in „Sociétés“ gemäß dem Luxemburger Recht ausüben können – so wie es anderen liberalen Berufen wie etwa Anwälten bereits möglich ist. Der Entwurf schließt aber aus, dass Ärzte andere Mediziner als „Salariés“ beschäftigen können. Das wurde dem „Tageblatt“ auf Nachfrage vom Gesundheitsministerium bestätigt. In diesem Punkt kam die Ministerin der AMMD demnach nicht entgegen, obwohl sie das zuvor so angedeutet hatte.

Der vorliegende Entwurf schließt auch die Beteiligung von Investoren aus, die keinen der erwähnten medizinischen Berufe ausüben. Diese Möglichkeit stand rezent vor allem im Raum, nachdem bekannt geworden war, dass die früheren AMMD-Vorstandsmitglieder Philippe Wilmes und Alain Schmit ihr Projekt „Findel Clinic“ mit externen Investoren wie dem Bauunternehmer Marc Giorgetti umsetzen wollen …