Ein neuer Aktionsplan soll die Maßnahmen der Luxemburger Regierung im Kampf gegen Rassismus und jegliche ethnisch bedingte Diskriminierung leiten. Die Grundzüge dieses ab 2026 geltenden Plans stellten die Minister Max Hahn (DP), Claude Meisch (DP) und Georges Mischo (CSV) am Montag auf einer Pressekonferenz vor. Demnach soll der Rassismus auf allen Ebenen der Gesellschaft bekämpft werden. Die Sensibilisierung, die statistische Datenerfassung sowie die konkrete Unterstützung von Rassismus-Opfern standen neben den Bereichen Arbeit, Bildung und Wohnen im Mittelpunkt des Aktionsplans, der insgesamt 128 Einzelmaßnahmen umfasst.
Das Konzept wurde in Kooperation zwischen mehreren Ministerien entwickelt. 2020 gab das Familienministerium bei dem „Centre d’Etude et de Formation Interculturelle et Sociale“ (CEFIS) und dem „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (LISER) eine Studie in Auftrag, die den Grad und die Facetten des Rassismus in Luxemburg ermitteln sollte. Die im Jahr 2022 veröffentlichten Resultate zeigen, dass vor allem Personen afrikanischer Herkunft Opfer von Rassismus und Diskriminierung sind. Ebenfalls betroffen sind laut der Studie arabische Muslime und Portugiesen und zu einem geringeren Grad Südosteuropäer und die jüdische Gemeinschaft in Luxemburg.
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