In einem Brief an Premier Luc Frieden (CSV) üben die Gewerkschaften OGBL und LCGB scharfe Kritik an Arbeitsminister Georges Mischo (CSV). Dieser sei den Anforderungen seines Amtes nicht gewachsen, verfüge weder über die nötige Sachkenntnis noch über die erforderlichen praktischen sowie persönlichen Fähigkeiten und wisse sich auch nicht zu benehmen. Am Donnerstag reagierte jetzt auch der Minister auf die Vorwürfe.
Über den Brief der Gewerkschaftsunion, der auf den 9. Oktober zurückgeht, hatte Ende vergangener Woche bereits das „Lëtzebuerger Land“ berichtet. Am Donnerstag griffen dann auch zuerst „RTL“ und das „Luxemburger Wort“ das Thema auf und zitierten aus dem Schreiben. In diesem skizzieren OGBL und LCGB anhand der Ereignisse der vergangenen Monate das Vorgehen des Arbeitsministers im Sozialdialog und wie er die Beziehungen zwischen ihm und den Gewerkschaften „zum Stillstand gebracht“ habe.
Laut OGB und LCGB habe der Minister keinen Respekt vor den Gewerkschaften und habe in den vergangenen zwei Jahren keine Gelegenheit ausgelassen, „Öl ins Feuer zu gießen“. Ganz allgemein sei die Regierung beim Sozialdialog nach dem Prinzip vorgegangen, „zuerst wird konsultiert, entschieden wird dann allein“ …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
