Während der Covid-Pandemie war es deutlich geworden: Anders als andere Länder verfügt Luxemburg nicht über eine Medikamentenagentur oder eine zentrale Stelle für den Einkauf und die Verteilung von medizinischem Material. Rund fünf Jahre später wurde jetzt der gesetzliche Rahmen für eben eine solche „Centrale nationale d’achat et de logistique“ geschaffen. Der entsprechende Gesetzentwurf, den Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) im Juni 2024 im Parlament eingebracht hatte, wurde am Donnerstag dort verabschiedet.
Diese Zentrale soll als „Etablissement public“ verschiedene Missionen erfüllen. Zum einen soll sie Folgendes gewährleisten: die Beschaffung von Medikamenten, medizinischem Material, Dienstleistungen und sonstigen Produkten für verschiedene Akteure, vor allem im Gesundheitswesen. Das betrifft vor allem die Krankenhäuser, das „Corps grand-ducal d’incendie et de secours“ (CGDIS), das „Luxembourg Institute of Health“ (LIH), das „Laboratoire national de santé“ (LNS) sowie andere im sozialen, familiären und therapeutischen Bereich tätige Einrichtungen, so der Entwurf.
Die neue Zentrale soll auch als Krankenhausapotheke fungieren und einen nationalen Notvorrat aufbauen und verwalten, um Krisensituationen zu bewältigen und Versorgungsengpässe zu verhindern. Zudem soll sie im Rahmen des nationalen Impfprogramms die Impfstoffe verteilen und für den Import sowie die Lagerung von medizinischem Cannabis verantwortlich sein …
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