Die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft nimmt zu. Auch gegenüber Polizisten. Das betonte vor Kurzem nochmals Polizeigeneraldirektor Pascal Peters. Auf der Patronatsfeier der Polizei Ende September sprach er in Bezug auf Fälle von „Rebellion“, also Widerstand gegen die Staatsgewalt, von einer Zunahme von 35 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage nennen die Justizministerin und der Minister für innere Angelegenheiten jetzt weitere Zahlen zu dem Thema.

Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 100 Fälle von Widerstand gegen die Staatsgewalt verzeichnet und damit elf Prozent mehr als 2023. In dem Jahr hatten die verschiedenen Kommissariate bzw. Abteilungen nämlich 90 Fälle registriert, wie aus einer detaillierten Auflistung in der gemeinsamen Antwort von Elisabeth Margue und Léon Gloden (beide CSV) auf die parlamentarische Anfrage von Sven Clement (Piraten) hervorgeht. 2022 wiederum gab es der Auflistung zufolge 94 Fälle. 2021 waren es 89 und 2020 insgesamt 49.

Was die Fälle von Beamtenbeleidigung („Outrage à agents“) anbelangt, so waren deren im letzten Jahr 286 festgestellt worden. Das waren drei Prozent weniger als 2023, als 294 Fälle verzeichnet worden waren, aber mehr als in den Jahren davor. 2022 hatte es der Auflistung zufolge nämlich 244 Fälle von Beamtenbeleidigung gegeben, 2021 wiederum 260 und 2020 insgesamt 262 …