„Matenee wuessen“: So lautet der Titel des Haushaltsentwurfs für 2026, den Finanzminister Gilles Roth (CSV) am Mittwoch im Parlament präsentierte. Der Minister beschwor den Zusammenhalt in einem wirtschaftlichen und geopolitisch unsicheren Umfeld. Er sprach von einem „schwierigen Jahr“ 2026, in dem am Ende beim Zentralstaat ein Defizit von anderthalb Milliarden Euro zu Buche stehen soll. Die Staatsschuld ihrerseits soll auf 27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anstiegen und auch in den folgenden Jahren auf diesem Niveau bleiben.
Die Regierung rechnet damit, dass die Einnahmen 2026 weniger stark wachsen als die Ausgaben. Im Haushaltsentwurf geht sie von 31,1 Milliarden Euro Einnahmen (plus 4,9 Prozent) und 32,6 Milliarden Ausgaben (plus 5,7 Prozent) aus. Das Defizit beim Zentralstaat soll sich demnach auf 1,49 Milliarden Euro belaufen – 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Finanzminister versuchte dennoch, Optimismus zu vermitteln: „Unsere Finanzen sind robust genug, um einer Welt im Ungleichgewicht Rechnung zu tragen“, so Gilles Roth in seiner Rede.
Die Ausgaben für Verteidigung gehen erwartungsgemäß in die Höhe. 2026 sollen sie sich auf rund 1,3 Milliarden Euro belaufen und demnach eine halbe Milliarde mehr als 2025 …
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