Wie die Grenzen zwischen Gemeinden verlaufen, das ist gesetzlich geregelt. Und wenn diese Grenzen verschoben werden sollen, dann muss logischerweise die Gesetzgebung geändert werden. Das kommt immer mal wieder vor. Aktuell liegt im Parlament ein Entwurf vor, durch den die Gebiete der Gemeinden Esch/Alzette und Schifflingen angepasst werden sollen. Hintergrund ist das Projekt „Metzeschmelz“ auf dem Areal des ehemaligen örtlichen „Arbed“-Stahlwerks.
Auf der rund 60 Hektar großen Industriebrache sollen in den kommenden Jahren unter anderem Wohnungen, Geschäftsflächen und Schulen entstehen. Die ersten Bewohner sollen das Viertel frühestens 2031 beziehen. Langfristig sollen dort rund 10.000 Menschen leben. 30 Prozent der Immobilien sollen erschwinglicher Wohnraum sein. Für das Projekt verantwortlich ist die Entwicklungsgesellschaft „Agora“, an der der Staat und der Stahlkonzern „ArcelorMittal“ je 50 Prozent Anteile halten, und die bereits das Viertel Belval konzipiert hat. Dabei handelte sich bekanntlich ebenfalls um eine Industriebrache, in dem Fall auf dem Gebiet der Gemeinden Esch und Sassenheim.
Dass für das Projekt „Metzeschmelz“ die Gemeindegrenzen zwischen Esch und Schifflingen angepasst werden sollen, wird im Gesetzentwurf damit begründet, dass dies „eine effiziente und kohärente Umsetzung“ des Vorhabens gewährleisten soll. Die derzeitige, historisch bedingte Grenze entspreche nicht mehr den Anforderungen einer kohärenten Gestaltung des Areals …
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