Die Europäische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug mit öffentlichen Geldern gegen mehrere Luxemburger Busunternehmen. Sie sollen Busfahrten als Fahrten mit Elektrobussen abgerechnet haben, obwohl ein großer Teil davon mit Diesel- oder Hybridfahrzeugen durchgeführt worden sein soll. So sollen bis zu 23 Millionen Euro aus einem EU-Fonds und aus dem Luxemburger Staatshaushalt veruntreut worden sein.

Dies teilte die Europäische Staatsanwaltschaft mit Sitz in Luxemburg am Montag mit. Demnach führte die Kriminalpolizei letzte Woche Hausdurchsuchungen in den Geschäftsräumen großer Luxemburger Busunternehmen, bei der Verwaltung für den öffentlichen Transport sowie im Wohnhaus eines ehemaligen hohen Beamten durch. Details zu den verdächtigen Unternehmen oder Personen nennt die Staatsanwaltschaft in ihrer Pressemitteilung nicht.

Dafür geht die Ermittlungsbehörde aber darauf ein, was ihnen zur Last gelegt wird: Sie sollen in den Jahren 2022 bis 2023 bis zu zwölf Millionen Euro aus dem „European Regional Development Fund“ (ERDF) sowie im Jahr 2024 bis zu elf Millionen Euro aus dem Luxemburger Staatshaushalt veruntreut haben …