Im letzten Jahr belief sich die sogenannte Staatsquote, die das Verhältnis der Ausgaben des Gesamtstaates zum nominalen Bruttoinlandsprodukt ausdrückt, in Luxemburg auf 46,9 Prozent. Damit lag das Großherzogtum unter den Durchschnittswerten der Europäischen Union (49,2 Prozent) und der Eurozone (49,6 Prozent). Wie in vielen anderen Ländern stieg aber auch in Luxemburg die Staatsquote in den vergangenen Jahren progressiv an. Das ist der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage zu entnehmen.

Im Vergleich zur Staatsschuld erhält die Staatsquote im finanzpolitischen Diskurs nur wenig Erwähnung, obwohl mit ihr der Anteil des Staates an der gesamten Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft gemessen wird. André Bauler (DP) erkundigte sich aber nun in seiner parlamentarischen Anfrage an Finanzminister Gilles Roth (CSV) über besagte Quote und deren Entwicklung in Luxemburg. Anlass für den Abgeordneten war, dass die Staatsquote in Deutschland auf fast 50 Prozent anstieg – 2024 lag sie bei 49,5 Prozent.

Gilles Roth führt in seiner Antwort die Zahlen der vergangenen 15 Jahre an und erklärt, dass die Staatsquote in diesem Zeitraum von 42,0 Prozent im Jahr 2010 auf 46,9 Prozent im Jahr 2024 anstieg …