Die Vertreter der Luxemburger Regierung bleiben bei ihrer bisherigen Haltung in der Caritas-Affäre: Die Wohlfahrtsorganisation hätte in ihrer bestehenden Form nicht von staatlicher Seite gerettet werden können, weil das investierte Geld unmittelbar an die Banken geflossen wäre. Die Opposition hegt weiter Zweifel an dieser Darstellung und will die entsprechenden Rechtsgutachten einsehen.

Besagte Dokumente habe man beantragt, bisher aber nicht erhalten, sagte die Berichterstatterin des zuständigen parlamentarischen Sonderausschusses, Taina Bofferding (LSAP), am Montag nach einer weiteren Sitzung, in der nochmals Premier Luc Frieden (CSV), Außenminister Xavier Bettel (DP) und Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) befragt wurden. Luc Frieden versicherte den Abgeordneten denn auch, dass sie die Rechtsgutachten erhalten würden.

Darüber hinaus erfuhren die Parlamentarier wenig Neues. Luc Frieden wiederholte noch einmal, dass der Staat die Caritas nach ihrem Finanzskandal nicht hätte retten können. Er widersprach auch den Aussagen des ehemaligen Caritas-Generaldirektors Marc Crochet, der vor dem Ausschuss erklärt hatte, dass die nationalen Aktivitäten von der vom Skandal nicht direkt betroffenen Vereinigungen „Caritas Acceuil et Solidarité“ und „Fondation Cécile Ginter“ hätten übernommen werden können …