Die Caritas-Affäre sorgt weiter für Schlagzeilen. In einer Podcast-Episode von „Radio 100,7“ werfen Aussagen eines ehemaligen Mitglieds der Caritas-Direktion Fragen auf. Dabei geht es vor allem darum, ob der Vizepräsident der „Fondation Caritas Luxembourg“ bereits einen Monat vor Bekanntwerdens des Finanzskandals von den erhöhten Kreditlinien Bescheid wusste.

Zur Erinnerung: Im Zuge des Skandals bei der Wohlfahrtorganisation hatte die Finanzdirektorin – mutmaßlich als Opfer eines sogenannten Präsidentenbetrugs – nicht nur über Monate rund 30 Millionen Euro auf ausländische Konten überwiesen. Sie hatte auch die Kreditlinien der Caritas bei zwei Luxemburger Banken auf über 30 Millionen erhöhen lassen. Davon hatte der Verwaltungsrat nach offizieller Darstellung erst am Mitte Juli 2024 erfahren.

In der dritten Episode des „Radio 100,7“-Podcasts „Carambolage“ sagt aber jetzt der ehemalige Operationschef und Ex-Mitglied der Caritas-Direktion, Tom Brassel, dass er den Vizepräsidenten des Verwaltungsrats der „Fondation Caritas“, Pit Bouché, bereits am 6. Juni über die erhöhten Kreditlinien informiert habe. Ende Juni habe er dann ein weiteres Mal mit ihm darüber gesprochen. Pit Bouché wollte sich auf Nachfrage von „Radio 100,7“ nicht dazu äußern …