Die national repräsentativen Gewerkschaften sollen auch weiterhin das exklusive Recht haben, Kollektivverträge zu verhandeln. Das wurde ihnen zumindest jetzt durch eine Motion zugesichert, die einstimmig im Parlament verabschiedet wurde. Damit vollzogen die Mehrheitsparteien eine Kehrtwende. Denn noch Mitte Oktober 2024 hatten CSV und DP gegen eine entsprechende Motion gestimmt.

OGBL und LCGB dürften die Abstimmung am Dienstag mit Interesse verfolgt haben. Dabei erklärten nämlich sowohl Stéphanie Weydert (CSV) als auch Corinne Cahen (DP), dass ihre Parteien zum Exklusivrecht der Gewerkschaften für Verhandlungen von Kollektivverträgen stehen. Und auch Arbeitsminister Georges Mischo (CSV) betonte, dieses Exklusivrecht nie infrage gestellt zu haben. Nicht nur die Opposition hatte das jedoch anders in Erinnerung.

Rückblick: Anfang Oktober hatten die Gewerkschaften eine Sitzung des „Comité permanent du travail et de l’emploi“ verlassen, weil Georges Mischo ihnen eben das exklusive Recht, Kollektivverträge zu verhandeln, nicht habe zusichern wollen …