In den Jahren 2021 und 2022 wurden in Luxemburg 127 Fälle von Menschenhandel festgestellt. Das geht aus dem vierten Bericht der konsultativen Menschenrechtskommission zu dem Thema hervor. Dieser Bericht war nun Grundlage einer Interpellation im Parlament. Dabei waren sich die Parteien zu großen Teilen einig, dass mehr Mittel im Kampf gegen den Menschenhandel und auch härtere Strafen für Täter erforderlich seien.
„Die Zahlen geben uns ein klares Signal: Menschenhandel ist eine Realität in Luxemburg und wir dürfen uns dem nicht verschließen“, sagte Dan Biancalana, der die Interpellation im Parlament beantragt hatte. Dabei bezog er sich auf die im Bericht der Menschenrechtskommission festgestellten 50 Fälle im Jahr 2021 und die 77 Fälle im Jahr 2022, wobei die Dunkelziffer dem LSAP-Abgeordneten zufolge wohl um ein Vielfaches höher liege.
„In Luxemburg wird sicher viel im Kampf gegen den Menschenhandel getan, aber lange nicht genug“, betonte Dan Biancalana, der auch auf die verschiedenen Formen von Menschenhandel einging. So seien in Europa im Bereich der Prostitution zwei von drei Frauen von Menschenhandel betroffen. Im EU-Durchschnitt sei denn auch jedes vierte Opfer minderjährig. Männer würden hingegen vor allem in der Gastronomie und im Baugewerbe Opfer von Ausbeutung werden …
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