In den vergangenen fünf Jahren war die Luxemburger Staatsanwaltschaft mit insgesamt 32 Fällen von sogenanntem Präsidentenbetrug befasst. Das ist einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage zu entnehmen. Dabei fällt auf, dass sich solche Fälle vor allem in den letzten Monaten häuften beziehungsweise wieder zunahmen, nachdem es zuvor weniger Fälle gegeben hatte.

So hat die Staatsanwaltschaft in diesem Jahr bereits 13 Verfahren wegen mutmaßlichen Präsidentenbetrugs eröffnet. Im Jahr davor waren es zwölf. Zum Vergleich: 2022 waren nur drei Verfahren eröffnet worden, 2021 eins, 2020 zwei und 2019 wiederum eins, wie aus einer Auflistung von Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) und Finanzminister Gilles Roth in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Sam Tanson (Déi Gréng) hervorgeht.

Der Begriff Präsidentenbetrug wurde der breiten Öffentlichkeit rezent durch den Finanzskandal bei der Caritas geläufig. Dabei hatte sich mutmaßlich jemand als Generaldirektor ausgegeben und der Finanzdirektorin per E-Mail Anweisungen für Geldtransaktionen erteilt …