Die Anzahl von Cyberattacken hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Auch in Luxemburg. Justiz und Polizei sind bemüht, den Fällen nachzugehen. Doch die Ermittlungen in diesem Bereich sind ressourcenintensiv und wenig erfolgversprechend. Zumeist bleiben die Täter unbekannt, wie die zuständigen Minister auf eine parlamentarische Anfrage hin bestätigen.
Am stärksten verbreitet ist die Masche des sogenannten Phishing, bei welcher der Urheber versucht, über eine gefälschte E-Mail, Kurznachricht oder Webseite sich als vertrauenswürdige Instanz auszugeben und auf diesem Weg an sensible Daten der kontaktierten Person zu kommen. In Luxemburg verzeichneten die Behörden im vergangenen Jahr 1.324 derartige Fälle. 2022 waren es noch 659, das Jahr davor insgesamt 42 und 2020 nur 27 Fälle.
Diese Zahlen sind der gemeinsamen Antwort von Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) und vom Minister für innere Angelegenheiten, Léon Gloden (CSV), auf eine parlamentarische Anfrage der beiden LSAP-Abgeordneten Liz Braz und Ben Polidori zu entnehmen. Sie gehen aus einer Auflistung über die bei den Luxemburger Staatsanwaltschaften registrierten Fälle hervor. Demnach wurden auch im laufenden Jahr bereits 871 Phishing-Fälle verzeichnet – 806 von den Behörden im Gerichtsbezirk Luxemburg und 65 im Bezirk Diekirch …
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