Die „Fédération des acteurs du secteur social au Luxembourg“ (Fedas) gibt sich eine eigene politische Stimme. Der Branchenverband hat nämlich nun ein „Plaidoyer social“ ins Leben gerufen. Es ist eine Reaktion auf den Finanzskandal bei der Caritas. Im Zuge dieser Affäre und der Abwickelung der Organisation wurde nämlich auch deren „Plaidoyer politique“ abgeschafft, das jahrelang als wichtige kritische Stimme des Sozialsektors fungiert hatte. Dieser Wegfall war von vielen gesellschaftlichen und politischen Akteuren bedauert worden.
„Ziel dieser Initiative ist es, die Akteure des sozialen Sektors proaktiv zu vertreten, ihre Stimme in die öffentliche Debatte einzubringen und Initiativen zugunsten der Schwächsten zu unterstützen“, schreibt die Fedas in einer entsprechenden Pressemitteilung. Der soziale Sektor in Luxemburg befinde sich in einer Zeit großer Herausforderungen und der Verband der Akteure des Sektors mobilisiere sich, um diesen Herausforderungen zu begegnen, so die Fedas. Den Namen Caritas lässt sie unerwähnt und unterstreicht, unabhängig zu agieren.
Konkret soll das neue „Plaidoyer social“ die „Vertretung der Akteure des sozialen Sektors bei den Regierungsstellen stärken“ und eine „starke und integrative öffentliche Politik fördern“. So soll „die soziale Gerechtigkeit und Inklusion“ gefördert werden, indem „gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ vorgegangen wird …
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