Seit 2015 führen die Luxemburger Regierungen alle sechs Monate eine Bestandsaufnahme zum Frauenanteil in Verwaltungsräten durch. Dabei wird überprüft, wie viele weibliche Vertreter in den Aufsichtsräten der öffentlichen Einrichtungen und der Unternehmen mit staatlicher Beteiligung sitzen. Auch die neuste Bilanz zeigt: Die Gleichstellung kommt nur in ganz kleinen Schritten voran. Im Rückblick auf 2015 sind aber Fortschritte zu erkennen.

Die jüngste Bilanz wurde am 11. Oktober im Ministerrat gutgeheißen und unter der Woche vom Ministerium für die Gleichstellung und Diversität veröffentlicht. Demnach waren am 30. Juni dieses Jahres 38,64 Prozent der Mitglieder in den Verwaltungsräten der „Etablissement publics“ weiblich. Im Vergleich zur vorigen Bilanz gibt es demnach einen leichten Rückgang bei der Frauenquote in diesem Bereich zu verzeichnen. Am 31. Dezember 2023 lag der Anteil an weiblichen Gremiumsmitgliedern nämlich noch bei 38,89 Prozent.

Am meisten Einfluss auf den Frauenanteil in den Aufsichtsräten der öffentlichen Einrichtungen hat die Regierung natürlich bei den Mitgliedern, die den Staat in diesen Gremien vertreten. Dieser Anteil liegt seit 2020 über 40 Prozent, so auch bei der neusten Bilanz, bei der denn auch eine erneute Steigerung festgestellt wurde …