Die „Autorité luxembourgeoise indépendante de l’audiovisuel“ (ALIA) hat eine Rüge („Blâme“) gegen den Fernsehsender „Apart TV“ ausgesprochen. Die Medienaufsichtsbehörde urteilte, dass der Sender die Januar-Ausgabe der Sendung „Riicht eraus“ nicht in dieser Form hätte ausstrahlen dürfen. Der Beitrag stelle einen Aufruf zum Hass und zur Diskriminierung dar. In besagter Ausgabe hatten sich die Politikerinnen Simone Beissel (DP) und Astrid Lulling (CSV) in fragwürdiger Art und Weise über Bettler in Luxemburg-Stadt geäußert.
Hintergrund war die Debatte um das umstrittene Bettelverbot auf dem Gebiet der Hauptstadt. In ihrer Sendung hatten die DP-Abgeordnete und die ehemalige CSV-Europaparlamentarierin das Bettelverbot begrüßt und sich abschätzig über jene Bettler geäußert, die ihrer Meinung nach in Form von „ganzen Wellen von Roma und Sinti“ nach Luxemburg gekommen seien. Dabei bezogen sie sich auch auf die Hautfarbe dieser Menschen und stellten diese den „Luxemburger“ Bettlern gegenüber, denen man früher in der Hauptstadt begegnet sei.
Die ALIA hatte bereits Ende Februar angekündigt, eine Untersuchung zu der Ausgabe einzuleiten. Mittlerweile ist ihre Entscheidung in dieser Sache publik …
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