Seit 2023 wurden in Luxemburg fünf Personen wegen des Verdachts auf Terrorismus vorübergehend festgenommen bzw. verhaftet. Drei davon befanden sich zeitweise in Untersuchungshaft, mittlerweile sind alle Verdächtigen unter „Contrôle judiciaire“ wieder auf freiem Fuß. Das bestätigt die Justiz auf Nachfrage. Zuvor hatte die Regierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage Informationen zur Bedrohung durch Terrorismus gegeben.

Anlass dieser Anfrage des LSAP-Abgeordneten Dan Biancalana war der Fall eines rechtsextremen Verdächtigen, der 2023 einen terroristischen Anschlag in Luxemburg angekündigt haben soll. Das „Luxemburger Wort“ hatte Anfang des Jahres über den Fall berichtet, über den bis dato nichts öffentlich bekannt war. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der Zeitung den Vorfall: Der junge Verdächtige habe wiederholt die Idee eines Amoklaufs geäußert und auch ein konkretes Datum sowie eine Schule als Ziel genannt.

In ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage bestätigen auch Premier Luc Frieden (CSV), Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) und der Minister für innere Angelegenheiten, Léon Gloden (CSV), den Fall. Der Verdächtige habe in der Tat die Absicht geäußert, einen Terroranschlag zu verüben, inspiriert vom Columbine-Massaker im Jahr 1999 in den USA. Dank der Informationen, die von den Justizbehörden in enger Zusammenarbeit mit der Polizei gesammelt und analysiert worden seien, habe jedoch schnell reagiert werden können.

Dass die Öffentlichkeit nichts über den Vorfall erfuhr, erklären die Minister mit taktischen Gründen während der laufenden Untersuchung …