Eine neue Strategie, ein Wohnungsbauberater und ein höherer Prozentsatz an erschwinglichen Wohnungen sollen langfristig für einen parallelen Wohnungsmarkt in öffentlicher Hand sorgen. Das verspricht der Pacte Logement 2.0., der Anfang nächsten Jahres in Kraft treten soll.

„Wenn wir verhindern wollen, dass die soziale Schere weiter auseinanderklafft, muss die öffentliche Hand stärker in den freien Markt eingreifen“, sagte Innenministerin Taina Bofferding (LSAP), als sie gemeinsam mit Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) am Donnerstag den Pacte Logement 2.0 vorstellte. Als „ein wichtiges Instrument“ bezeichnete Henri Kox die Zweitauflage des Paktes zwischen Staat und Gemeinden. Langfristig soll der Pakt dazu beitragen, einen parallelen Wohnungsmarkt in öffentlicher Hand aufzubauen, und somit „die Preise zu stabilisieren“.

Die Ausrichtung des Pacte Logement 2.0 ist im Vergleich zu seinem Vorgängermodell, das Ende des Jahres ausläuft, auch deutlich strategischer. Während der erste Pakt die finanzielle Unterstützung der Gemeinden vor allem an die demografische Entwicklung, sprich an steigende Einwohnerzahlen band, soll nun eine Wohnungsbaustrategie der Gemeinden die Grundlage hierfür bilden …