Zwischen der Regierung und der „Autorité luxembourgeoise indépendante de l’audiovisuel“ (ALIA) scheinen die Dinge im Argen zu liegen. Grund soll das Auswahlverfahren zur Besetzung des Direktorenpostens sein. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass in diesem Zusammenhang der Präsident des ALIA-Verwaltungsrates seinen Rücktritt eingereicht hatte. Im Parlament wehrte sich die zuständige Ministerin nun gegen die aufgekommene Kritik.

Der Hintergrund: Die CSV-DP-Regierung hat das Verfahren zur Auswahl des ALIA-Direktors abgeändert. Dieser wird jetzt, wie der Posten eines hohen Beamten beim Staat, ausgeschrieben. Und anders als zuvor, entscheidet nun nicht mehr der Verwaltungsrat der ALIA, sondern ein von Ministerin Elisabeth Margue (CSV) eingesetztes Selektionskomitee, dem allerdings die ALIA nicht angehört.

Wie am Donnerstag im Parlament sowohl von der LSAP-Abgeordneten Francine Closener als auch von der Ministerin angemerkt, lasse das Gesetz zur ALIA diese Auslegung des Verfahrens zu. Die vorige Regierung habe die Entscheidung aber der ALIA überlassen …