Personalmangel, unzureichende Kontrollen und nicht befolgte Prozeduren: Das sind die Feststellungen jenes Audits, das infolge der sogenannten Immigrationsaffäre bei der Einwanderungsbehörde durchgeführt wurde. Innenminister Léon Gloden (CSV) stellte die Ergebnisse der Untersuchung am Mittwoch im parlamentarischen Innenausschuss vor. Dabei erklärte er, dass die Empfehlungen der externen Berater nun schnell umgesetzt werden sollen.

Zur Erinnerung: Bei dieser Affäre, die Anfang Juli dieses Jahres bekannt geworden war, geht es um mutmaßlichen Betrug, bei dem mithilfe von gefälschten Dokumenten unrechtmäßige Aufenthaltsgenehmigungen an Hunderte Personen aus Drittstaaten ausgestellt wurden. Die Justiz ermittelt gegen mehrere Personen, es gab Hausdurchsuchungen in Ministerien und Verhaftungen. Reporter.lu berichtete kurz nach Bekanntwerden der Affäre über die Hintergründe sowie die ersten Verurteilungen von implizierten Personen.

Zwei Personen sind im Rahmen der Ermittlungen der Korruptionsaffäre freigestellt worden. Sie hätten Dossiers beim Eingang der Post „abgefangen“, erklärte der Generaldirektor der „Direction générale de l’immigration“ vor dem Innenausschuss. Bei der Analyse der 239 Dossiers, die die Justiz beschlagnahmt habe, seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden …