Die Zahl von Beschwerden, mit denen der „Collège médical“ befasst ist, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. War die Ärztekammer noch vor fünf Jahren nur mit 69 Klagen befasst, waren es im vergangenen Jahr 214. Das ist einer Antwort der Gesundheitsministerin auf eine parlamentarische Anfrage zu entnehmen. In dieser geht Martine Deprez (CSV) auch auf die Gründe ein, warum sich die Bearbeitung von Beschwerden schon mal verzögern kann.
Von den 214 Beschwerden, die das Kollegium 2024 bearbeitete, wurden 145 von Patienten oder öffentlichen Einrichtungen gegen Ärzte eingereicht. Nur in drei Fällen beschwerte sich ein Patient oder ein Mediziner über eine öffentliche Einrichtung und nur in zwei Fällen richtete sich die Beschwerde gegen Apotheker. Beschwerden von Medizinern in Bezug auf Patienten gab es 2024 derweil keine, während 55 Fälle in die Kategorie „Divers“ fielen und sich etwa auf sogenannte „Certificats de complaisance“ bezogen.
Beschwerden gegen Mediziner machen demnach die Mehrheit der behandelten Fälle aus. Entsprechend nahm ihre Anzahl auch über die Jahre immer mehr zu …
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