Ab Januar 2027 werden Versicherte und Arbeitgeber mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas mehr in die „Caisse nationale de santé“ (CNS) einzahlen müssen. Die „Quadripartite“ des Gesundheitssektors machte am Mittwoch den Weg frei für eine Erhöhung der Beiträge. Die endgültige Entscheidung obliegt dem Verwaltungsrat der CNS und könnte im November getroffen werden. Im Raum steht eine Erhöhung um insgesamt 0,25 Prozent. Gleichzeitig sollen Maßnahmen umgesetzt werden, um Kosten einzusparen.
Das alles ist nötig, um dem steigenden Defizit der CNS entgegenzuwirken. 2025 lag dieses bei 102 Millionen Euro, 2026 wird es sich voraussichtlich auf 133,3 Millionen belaufen und 2027 laut den Prognosen auf 190 Millionen Euro. Diese Zahlen nannte Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung der Quadripartite. Durch das steigende Defizit schrumpft die Reserve der Gesundheitskassen zusehends. Und weil die Ausgaben weiterhin schneller zunehmen als die Einnahmen, besteht das Risiko, dass die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgrenze von zehn Prozent der laufenden Ausgaben bereits 2027 nicht mehr erreicht wird …
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