Weil sie in großem Umfang Propaganda des „Islamischen Staats“ (IS) verbreitet hatten, wurden am Dienstag ein 30-jähriger Mann und eine 27-jährige Frau vom Berufungsgericht Luxemburg zu zweieinhalb und anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt – davon 15 Monate bzw. neun Monate auf Bewährung. Die Richter bestätigten damit das Urteil aus erster Instanz, demzufolge die beiden Beschuldigten durch ihr Handeln als Mitglieder der Terrororganisation fungierten und demnach selbst Terroristen sind.

Das Strafmaß fiel aber nun geringer aus als noch in erster Instanz. Damals waren dreieinhalb und zwei Jahre Haft, ebenfalls mit Teilbewährung, ausgesprochen worden. Der Fall des jungen Paares, über den Reporter.lu Anfang des Jahres ausführlich berichtete, war der erste, der auf Grundlage der hiesigen Anti-Terror-Gesetzgebung vor einem Luxemburger Gericht verhandelt wurde. Ins Visier der Justiz geraten waren die Beschuldigten durch ihr Verhalten auf digitalen Kanälen …