Verdrängung lokaler Gemeinschaften, Ausbeutung von Ressourcen, schlechte Arbeitsbedingungen: Die „Action Solidarité Tiers Monde“ fordert ein Gesetz, das Unternehmen dazu verpflichtet, Menschenrechte aktiv zu schützen. Auch Luxemburg spielt in den globalen Arbeitsketten eine Rolle.

Syrische Flüchtlingskinder in der Türkei pflücken die Haselnüsse, die in Nutella oder anderen Produkten der Marke Ferrero verarbeitet werden: Mit dieser Schlagzeile deckten internationale Medien im Frühjahr 2019 den Verstoß gegen Menschenrechte beim weltweit agierenden Süßwarenhersteller Ferrero und anderen Konzernen auf. Die New York Times, Guardian sowie BBC berichteten über Dumping-Preise, illegale Arbeitsbedingungen sowie über Kinderarbeit. Die Holding „Ferrero International S.A.“ ist in Luxemburg als Aktiengesellschaft eingetragen.

Die Nichtregierungsorganisation „Action Solidarité Tiers Monde“ (ASTM) hat nun eine Studie veröffentlicht, die die negativen Auswirkungen der geschäftlichen Tätigkeiten von Unternehmen auf die Bevölkerungen des globalen Südens darlegt. Fallbeispiele wie jenes von Ferrero dokumentieren die Verstrickungen von in Luxemburg ansässigen Unternehmen. ASTM fordert eine Gesetzgebung für Luxemburg, um Unternehmen zum Schutz von Menschenrechten zu verpflichten. Freiwillige Maßnahmen seien nicht wirkungsvoll, so die Organisation in ihrer Analyse …