Um dem Personalmangel in der Justiz entgegenzuwirken, hat die Regierung beschlossen, verstärkt auf sogenannte „Référendaires de justice“ zurückzugreifen. Das Gesetz, das den legalen Rahmen dafür definiert, wurde vergangene Woche vom Parlament verabschiedet. Es sieht die Schaffung von 46 solcher Posten vor. Die luxemburgische Staatsbürgerschaft ist dabei kein Einstellungskriterium.

Die Stellen der Justizreferenten können demnach an Bürger aus sämtlichen EU-Mitgliedstaaten vergeben werden. Damit erhöht sich die Chance, dass sie auch tatsächlich alle besetzt werden. Das war in der Vergangenheit nicht der Fall. Seit vielen Jahren schon sehen sich die Justizbehörden mit einem Rekrutierungsproblem konfrontiert, wie auch im Gesetzentwurf betont wird. Es bestehe ein Mangel an Juristen mit luxemburgischer Staatsbürgerschaft. Daher sei es nicht möglich, alle freien Stellen mit Magistraten oder „Attachés de justice“ zu besetzen …