Ein Münchner Luxusimmobilien-Projekt gehört indirekt mehreren Luxemburger Beteiligungsgesellschaften. Der wahre Eigentümer des 300-Millionen-Euro-Gebäudes bleibt im Verborgenen. Eine Spur in den „Pandora Papers“ führt allerdings zu einem Vertrauten von Wladimir Putin.

Das „Palais an der Oper“ in der Münchener Innenstadt ist ein prestigeträchtiges Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, doch letztendlich weiß niemand, wem es heute gehört. Auch die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ), die am Dienstag im Rahmen der „Pandora Papers“ dazu berichtete, konnte dieses Geheimnis nicht gänzlich lüften. Bei der Spurensuche spielt jedoch Luxemburgs Finanzplatz eine wichtige Rolle.

Die Hintergründe sind brisant, denn die SZ fand heraus, dass der wahre Eigentümer bis mindestens 2016 der russische Investor Ruslan Goryukhin war. Goryukhin ist ein enger Geschäftspartner von Arkadij Rotenberg, der wiederum ein Vertrauter von Wladimir Putin ist. Wegen dieser Nähe gelten EU-Finanzsanktionen gegen Rotenberg im Rahmen des Krim-Konflikts. Auf der US-Sanktionsliste steht er ebenfalls …