Informationen von Reporter.lu zufolge konnte sich die CNS mit dem Dachverband der Psychotherapeuten erneut nicht einigen. Nun könnte bald die Politik am Zug sein. Doch die Verhandlungen könnten auch noch ein juristisches Nachspiel haben.

Dass es schwere Gespräche werden würden, wussten alle Beteiligten. Seit fünf Jahren verhandeln die Krankenkasse CNS und die „Fédération des associations représentant des psychothérapeutes“ (Fapsylux) über die Erstattung der Psychotherapie-Kosten. Zum zweiten Mal traf man sich bereits beim Schlichter. Auch dieses Mal scheiterte das Verfahren.

Auf Nachfrage von Reporter.lu bestätigt die Fapsylux-Präsidentin Catherine Richard das Scheitern des jüngsten Schlichtungsverfahrens. „Wir sind über das Scheitern des Schlichtungsverfahrens sehr enttäuscht und bedauern den Ausgang“, so die erste Reaktion der Fapsylux-Präsidentin.

Wie es aus Verhandlungskreisen heißt, trafen sich die CNS und die Fapsylux lediglich zwei Mal beim Schlichter, dem Vorsitzenden der „Direction de l’Aviation civile“, Pierre Jaeger. Die maximale Dauer eines Schlichtungsverfahrens ist per Gesetz auf drei Monate begrenzt. Die tatsächlichen Verhandlungen sind bereits seit Ende November abgeschlossen, dies obwohl sie bis zum 22. Dezember hätten andauern können. Die CNS und das zuständige Ministerium haben bisher auf den Ausgang des Verfahrens nicht reagiert.

Lange, schwere Verhandlungen

Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht der Tarif der Kostenübernahme von Psychotherapie-Behandlungen. „Wir sind der Fapsylux in dem von ihnen geforderten Tarif etwas entgegengekommen“, sagte der CNS-Präsident Christian Oberlé vor rund drei Wochen bei „RTL“, ohne jedoch weitere Details zu nennen. Mehreren Quellen zufolge hatte die Krankenkasse ihren Tarifvorschlag von 120 Euro auf 127 Euro pro Sitzung erhöht. Für Catherine Richard heißt das: „Die CNS ist uns beim Tarif quasi nicht entgegengekommen.“