Eine starke Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften, weniger Grenzgänger aus Belgien und Deutschland sowie viele Zuwanderer, die Luxemburg nach kurzer Zeit wieder verlassen: Das sind die wesentlichen Erkenntnisse eines neuen Berichts des „Luxembourg Institute for Socio-Economic Research“ (Liser), der vor Kurzem veröffentlicht wurde. Die Forscher arbeiteten dabei auf Basis von Daten der „Inspection générale de la sécurité sociale“ (IGSS) aus den Jahren 2002 bis 2024 das Profil und die Beschäftigungsdynamik von Berufseinsteigern in Luxemburg heraus.
Die vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Analyse namens „Luxtalent“ bestätigt die stetig wachsende Bedeutung ausländischer Arbeitnehmer für die Luxemburger Wirtschaft. Zwischen 2002 und 2024 wuchs die Zahl von im Ausland geborenen Neueinsteigern in die hiesige Arbeitswelt im Schnitt um zwei Prozent pro Jahr. Im Jahr 2024 waren denn auch fast 90 Prozent der Neuzugänge auf dem nationalen Arbeitsmarkt, die mindestens 20 Jahre alt waren, außerhalb Luxemburgs geboren. Es ist eine Entwicklung, die laut den Forschern sowohl für Immigranten als auch für Grenzgänger gilt.
Apropos Grenzgänger: Die Forscher stellten fest, dass unter den neu in die Luxemburger Wirtschaft eingestiegenen Grenzgängern der Anteil der in Frankreich wohnhaften Arbeitnehmer in den letzten 20 Jahren stetig zunahm, während jener der belgischen und deutschen Grenzpendler leicht zurückging. Zudem veränderte sich aber auch die Zusammensetzung der „Frontaliers“ stark …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
