Luxemburg zeigt wieder einmal seine hässliche Seite. Undurchsichtige Strukturen, in denen Millionenwerte verschwinden, will die Regierung vor der Öffentlichkeit verstecken. Doch sie treibt es so weit, dass es absurd, ja gefährlich für Journalisten und NGOs wird. Ein Kommentar.

Drei Kugeln töteten den slowakischen Journalisten Ján Kuciak und seine Verlobte Martina im Februar 2018. Laut Anklage war es ein Doppelmord im Auftrag des Geschäftsmanns Márian Kočner. Nach mehreren Artikeln weitete Kuciak seine Recherche über den einflussreichen Strippenzieher aus und fragte bei Behörden Akten an. Das reichte offenbar für sein Todesurteil, denn korrupte Beamte verrieten ihn.

In Luxemburg braucht es dafür keine Bestechlichkeit. Nein, der Verrat ist per Gesetz vorgeschrieben. Es ist ein unscheinbarer Satz in einem rezenten Entwurf des Finanzministers, der ein Register von Trusts und anderen undurchsichtigen Strukturen schafft …