In der Affäre um die Ausführung der Aktioun Superdreckskëscht verspricht das Umweltministerium nun umfassende Aufklärung. Recherchen von Reporter.lu hatten die enge Verflechtung zwischen dem Direktor der Umweltverwaltung und dem Unternehmer Hans-Peter Walter offengelegt.

Die Firma Oeko-Service Luxemburg (OSL) führt die Aktion Superdreckskëscht seit 30 Jahren für den Luxemburger Staat aus und profitiert in diesem Zusammenhang von einem millionenschweren Vertrag. Der OSL-Mitinhaber Hans-Peter Walter betreibt zusätzlich zahlreiche Firmen im Ausland, die zum Teil als Franchiseunternehmen der Aktioun Superdreckskëscht fungieren.

Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) erklärt in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Marc Goergen (Piraten), beim Unterzeichnen des derzeit gültigen Vertrags nichts über die enge persönliche Beziehung zwischen dem Direktor der Umweltverwaltung und Hans-Peter Walter gewusst zu haben.

Nachdem das Umweltministerium zunächst ein Audit über die Abläufe im « Lenkungsauschuss » der Aktioun Superdreckskëscht in Aussicht gestellt hatte, geht das Ministerium nun scheinbar einen Schritt weiter. « Das Ministerium für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung erstellt zurzeit ein Audit über die Aktioun Superdreckskëscht », erklärt das Umweltministerium. Dabei prüfe man auch, ob es bei der Ausführung der Aktioun Superdreckskëscht zu Wettbewerbsvorteilen oder finanziellen Vorteilen für die Firmen von Hans-Peter Walter gekommen sei, so das Ministerium weiter.

Ministerium will Franchiseunternehmen prüfen

Aufschlussreiche Details lieferte das Umweltministerium bereits jetzt, was die Franchiseunternehmen der Aktioun Superdreckskëscht betrifft …