Mit etwas mehr als acht Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten hat Luxemburg 2021 sein sektorielles Klimaziel gerade noch erreicht. Die Emissionen lagen damit 1,1 Prozent unter dem für 2021 festgesetzten Grenzwert. Dies geht aus der vorläufigen Klimabilanz des Umweltministeriums hervor, dessen Abschlussbilanz spätestens am 15. März 2023 veröffentlicht werden soll.

Laut der vorliegenden Bilanz konnten jedoch nicht in allen Bereichen die sektoriellen Ziele eingehalten werden. So sind die Emissionen im Bereich der Energie- und Fertigungsindustrie sowie im Bauwesen in den letzten zwei Jahren ebenso gestiegen wie im Bereich der Wohn- und Bürogebäude. Sollten in den beiden Sektoren maximal 455.000 sowie 1.497.000 Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen werden, lagen die Werte 2021 ganze 21,1 Prozent beziehungsweise 10,4 Prozent über der maximalen Zielsetzung.

Dagegen blieben die Emissionen im Bereich Land- und Forstwirtschaft stabil. Hier lagen sie mit 755.000 Tonnen knapp unter dem Zielwert. Auch die Emissionen der Abfall- und Abwasserbehandlung lagen mit insgesamt 185.000 Tonnen 2,1 Prozent unter der Maximalvorgabe.

Weiter zurück gingen indes die Werte im Bereich Transport: 2021 beliefen sich die dortigen Emissionen auf 4,9 Millionen Tonnen und demnach 19,7 Prozent weniger als 2019. Trotz der Abnahme entsprechen die Emissionen des Transportbereichs weiterhin 61 Prozent aller Emissionen in Luxemburg. Neben dem Transport gehören der Bereich der Wohn- und Dienstleistungsgebäude (20 Prozent) und jener der Land- und Forstwirtschaft (9,3 Prozent) zu den emissionsintensivsten.

Binnen weniger als acht Jahren sollen die nationalen Treibhausgasemissionen um 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 reduziert werden, so die Zielsetzung. Derzeit liegen die Werte 20 Prozent unter denen des Jahres 2005. So sollen bis 2030 die jährlichen Treibhausgasemissionen auf bis zu 4.552.000 Tonnen schrumpfen.

Im Zusammenhang mit diesen Klimazielen erinnert das Umweltministerium an die Beihilfen im Rahmen des « Klimabonus Wunnen »-Programms, das die Nutzung erneuerbarer Energien beim Bau von Immobilien fördern soll. Auch für den Bereich Energie- und Fertigungsindustrie sowie Bauwesen soll die Umsetzung von Dekarbonisierungsprojekten erleichtert werden. Zudem wird demnächst der nationale Energie- und Klimaplan (PNEC) aktualisiert. Spätestens am 30. Juni 2023 soll der aktualisierte Plan an die Europäische Kommission übermittelt werden. (ME)