Unterricht weitgehend ohne Maske, verstärktes Testen, Impfungen fördern: Die Informationen zum sanitären Konzept für den Schulbeginn zirkulieren seit Tagen. Jetzt sind sie offiziell. Weiterhin gilt: « Minimale Chancen für das Virus, maximale Chancen für die Bildung ».

So wie er es immer mache, habe es zur Ausarbeitung des Konzeptes einen intensiven Austausch mit den einzelnen Interessenvertretern gegeben, sagte Claude Meisch (DP) auf der Pressekonferenz, zu der er gemeinsam mit Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am Donnerstagnachmittag eingeladen hatte. « Es ging darum, Brücken zwischen den unterschiedlichen Vorstellungen zu bauen und den Stufenplan der heutigen Situation anzupassen, um, soweit es geht, Richtung Normalität zu kommen », so der Bildungsminister.

Im Gegensatz zum vergangenen Schuljahr wird die Maskenpflicht während des Unterrichts weitestgehend wegfallen. Sie soll nun nur noch bei Bewegung innerhalb der Gebäude, sowie beim Schultransport gelten. Erst wenn Szenario drei erreicht wird, also nachdem drei bis fünf positive Fälle innerhalb einer Klasse aufgetreten sind, wird die Maske wieder obligatorisch.

« Die Maske hat ihre sanitäre Rolle erfüllt , aber sie hat auch die pädagogische Arbeit behindert », sagte Claude Meisch und bezog sich hierbei auf die Äußerungen des Präsidenten der Elternvertretung, Alain Massen, die dieser im Gespräch mit dem Radiosender 100,7 am vorausgegangenen Morgen machte. Dort gab er allerdings auch zu bedenken, dass eine generelle Aufhebung der Maskenpflicht für weder geimpfte noch getestete Kinder und Jugendliche auch zu Sorgen bei vielen Eltern führe. Alain Massen hätte sich eine angepasste Form des Covid-Check-Prinzips gewünscht …