Keine Bewährungsstrafe mehr, aber auch kein Freispruch: Gegen den Remicher Politiker Daniel Frères wurde am Ende seines Berufungsverfahrens ein milderes Strafmaß ausgesprochen als noch in erster Instanz. Letztlich sahen die Richter in dem Fall um die mutmaßlich widerrechtliche Aneignung eines Hundes nur noch den Straftatbestand des Vertrauensmissbrauchs als erfüllt an. Welche Konsequenzen die Verurteilung für seine Mitgliedschaft bei der Piratenpartei hat, ist noch unklar.

Im November vergangenen Jahres hatte Daniel Frères seine Parteiämter niedergelegt, nachdem er wegen Vertrauensmissbrauchs, Justizbehinderung und Beamtenbeleidigung zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung sowie 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden war. Bis zu diesem Zeitpunkt war er Mitglied des Parteivorstands sowie Vorsitzender des Ostbezirks. Sein Mandat als Gemeinderat in Remich übt er bis heute aus.

Der Fall, wegen dessen sich Daniel Frères verantworten musste, geht zurück auf den Herbst 2018. Damals hatte er in seiner Funktion als Vorsitzender der Tierschutzorganisation „Give us a Voice“ den Hund einer Frau an sich genommen, damit dieser medizinisch versorgt werden konnte …