2,2 Milliarden Euro: Diese Summe an Steuergeldern soll Luxemburg laut den « CumEx Files » zwischen 2000 und 2020 durch dubiose Aktiendeals verloren haben. Finanzminister Pierre Gramegna (DP) teilt diese Schlussfolgerung aus der von CORRECTIV koordinierten Recherche nicht. Dies geht aus seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Sven Clement (Piraten) hervor.

Die Schadenssumme durch sogenannte Cum-Cum-Geschäfte wurde von Steuerexperten der Universität Mannheim berechnet. Reporter.lu hatte im Oktober über die Details berichtet. Insider bestätigen, dass am Finanzplatz die Vermeidung von Quellensteuern auf Dividenden gang und gäbe sei.

Eine eigene Einschätzung der entgangenen Steuereinnahmen präsentiert Pierre Gramegna nicht. Es sei nicht möglich, Cum-Ex-Gestaltungen von anderen Prozeduren zu unterscheiden, bei denen Quellensteuern erstattet würden. Die Antwort des Finanzministers stellt den Oppositionsabgeordneten denn auch nicht zufrieden. « Das Motto ist: Wir können den Schaden nicht schätzen, aber wir trauen auch keiner anderen Schätzung », sagt Sven Clement auf Nachfrage von Reporter.lu. Dabei gehe es um große Summen, die der Staat gut gebrauchen könne …