Mit Spannung wurden sie erwartet, nun hat Umweltministerin Carole Dieschbourg sie vorgestellt: Die sektoriellen Klimaziele. Damit sind die jährlichen Etappen für die Senkung der CO2-Emissionen festgelegt. Unklar ist hingegen, was passiert, wenn diese überschritten werden.

In fünf Bereichen sollen die Emissionen bis 2030 deutlich sinken: in der Industrie, im Verkehr, beim Energieverbrauch von Gebäuden, in der Landwirtschaft und in der Abfallwirtschaft. Unterschiede gibt es bei der Gewichtung, wie Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) am Donnerstag bei der Vorstellung der sektoriellen Klimaziele zur Reduktion der CO2-Emissionen klarstellte.

Demnach sehen die Ziele in einigen Bereichen stärkere Reduktionen vor als in anderen. So sollen die Emissionen im Vergleich zu 2005 im Verkehr um 57 Prozent und bei Gebäuden um 64 Prozent sinken. In der Landwirtschaft ist hingegen nur eine Minderung um 20 Prozent vorgesehen. Carole Dieschbourg erklärt die Unterschiede mit der unterschiedlichen Ausgangslage der einzelnen Sektoren: « Im Verkehr und bei Gebäuden gibt es mehr Einsparpotential als in der Landwirtschaft und das spiegelt sich in den Zielen wider. »

Die generelle Richtung beim Klimaschutz war schon vor den konkreten Klimazielen klar. Denn sowohl das im Dezember verabschiedete Klimagesetz als auch der nationale Klimaplan sahen eine Reduktion der Treibhausgase bis 2030 um 55 Prozent vor. Unklar war bisher jedoch, wie der Weg bis dahin aussehen soll. Das ändert sich nun mit diesen Zielsetzungen. Denn dabei sind jährliche Emissionsgrenzen vorgesehen, die eingehalten werden sollen.

Anpassungen bei zu hohen Emissionen unklar

So ist für den Verkehr für dieses Jahr eine Obergrenze von 5,27 Millionen Tonnen CO2 vorgesehen. Für 2022 sind 5,01 Tonnen vorgesehen. 2030 soll der Ausstoß des Sektors auf 3,05 Millionen Tonnen sinken. Zum Vergleich: 2019 gingen rund 6,7 Millionen CO2 zu Lasten des Verkehrs …